Das Weserbergland bei einer kulinarischen Rundreise geschmackvoll erleben

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Die Pizza ist in Italien zu Hause? Das ist zwar richtig, aber auch Norddeutschland kennt seine ganz eigene, traditionelle Variante. Pickert wird die „Pizza von der Weser“ seit jeher genannt. Geriebene Kartoffeln, Hefe, Mehl, Rosinen, Eier und Wasser werden angerührt und in der Pfanne ausgebacken. Das ist deftig und lässt sich mit Pflaumenmus, Leberwurst oder Rübenkraut noch weiter verfeinern. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann vor allem im Weserbergland viele althergebrachte Spezialitäten neu entdecken – und sich bei einer kulinarischen Rundreise immer wieder überraschen lassen. Unter www.historisches-weserbergland.de gibt es ausführliche Informationen und Tipps für einen Genießerbummel durch die Region.

 

Regionale Spezialitäten neu entdecken

Frische Zutaten aus regionalem Anbau in klassischer Form zubereiten: Das liegt im Trend, weiß auch Reiseexpertin Beate Fuchs vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. „Nicht erst seit der Slowfood-Bewegung gewinnen lokale Spezialitäten stark an Beliebtheit. Das Schöne an einem kulinarischen Urlaub in Deutschland ist gerade die enorme Vielfalt, die es in den unterschiedlichen Regionen zu entdecken gibt.“ So ist der Pickert nur eine Variante der herzhaften Weser-Küche.  Auch die Peker sollte der Urlauber hier in jedem Fall kosten: Dabei handelt es sich um Kartoffeln, in der Region auch „Tartüffeln“ genannt, die zusammen mit Butter, Salz, Wurst und dem typischen Pekermett gegart werden. Das Wort „Peker“ stammt aus dem Plattdeutschen und hat mit „kleben“ zu tun – wahrscheinlich wegen der Stärke, die in den Kartoffeln enthalten ist.

 

Ob Pickert oder Peker, in jedem Fall schmeckt zu derart deftigen Genüssen ein gut gekühltes Bier. Am besten natürlich aus regionalen Brauereien. Das Einbecker Bier etwa wird bereits seit 1378 gebraut, aber auch das Allersheimer Bier aus Holzminden und das Schaumburger aus Stadthagen stehen für die jahrhundertelange Braukunst des Weserberglandes. Im „Rattenfängerhaus“ von Hameln übrigens werden zum kühlen Blonden flambierte Rattenschwänze gereicht. Das allerdings ist nur symbolisch gemeint, denn eigentlich handelt es sich bei dieser Spezialität um Schweinefiletstreifen, die am Tisch flambiert werden.

 

Scharfe Genüsse

Wer die kulinarischen Geheimnisse des Weserberglandes weiter erforscht, kommt früher oder später auch an „Henrys Echtem“ nicht vorbei. Ob dieser Senf wirklich „das Schärfste am Norden“ ist, wie die Macher behaupten, sei dahingestellt.   In jedem Fall wird mit dem Bio-Senf die Tradition der Einbecker Senfmühle von 1923 fortgesetzt. Drei ältere Herren haben aus Leidenschaft für das alte Handwerk den Betrieb wieder aufgebaut. Alle Rohstoffe kommen aus der Region – damit liegt der scharfe Genuss voll im Trend. (djd).

 

Auf historischen Spuren

(djd). Ein Rendezvous mit Baron von Münchhausen, ein Stadtrundgang mit dem Rattenfänger von Hameln oder der Besuch von Sehenswürdigkeiten wie dem UNESCO-Welterbe Schloss Corvey: Das Weserbergland ist reich an Geschichte, die bis heute lebendig ist – in Form von historischen Bauwerken, Traditionen und besonderer Gastlichkeit.  Nicht nur für Kulturinteressierte bietet das Projekt „Historisches Weserbergland“ zahlreiche Anregungen für abwechslungsreiche Urlaubstage. Insgesamt 14 historische Städte und neun historische Stätten sind beteiligt. Rundreisen mit dem Auto sind ebenso möglich wie Radtouren oder Wanderungen. Tipps und Anregungen gibt es unter www.historisches-weserbergland.de sowie mit der kostenfreien App, die im Apple App Store und bei Google Play erhältlich ist.

 

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