Warum Bitterstoffe dem Wohlbefinden so gut tun

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Artischocke, Chicorée, Radicchio – bittere Gemüse sind nicht jedermanns Sache. Schade! Denn es ist gerade ihr intensiver Geschmack, der sie so wertvoll für die Gesundheit macht. „Auch deshalb sind bittere Pflanzen wie Löwenzahn und Mariendistel aus der Naturheilkunde nicht wegzudenken“, weiß Prof. h.c. Peter Jentschura, Gesundheitsexperte und Bestsellerautor aus Münster.

Wir haben Tipps, wie bittere Kräuter und Gemüse das Wohlbefinden verbessern, den Stoffwechsel anregen und sogar das Abnehmen erleichtern können. Zusätzliche Hilfen, wie Pflanzen unsere Gesundheit fördern, gibt Prof. h.c. Peter Jentschura auch in seinem Ratgeber „Die Pflanze, unsere Lehrmeisterin“. Eine Leserprobe gibt es unter verlag-jentschura.de.

Für Leber und Galle: Kaffee, Alkohol, Medikamente – alles, was wir aufnehmen, nimmt irgendwann den Weg über die Leber und wird dort verstoffwechselt. Bitterstoffe unterstützen die Leber bei ihrer Aufgabe als fleißiger Entgifter und regen ihre Funktion sanft an. Gleichzeitig signalisieren sie der Galle, mehr Flüssigkeit zu produzieren. Dadurch wird die Fettverdauung erleichtert. Bittere Gemüse wie Rosenkohl oder Chicorée sind deshalb ideale Beilagen zu deftigen Speisen. Unter den Früchten ist die Grapefruit ein guter Bitterstofflieferant.

Gegen Heißhunger: Viele Naschkatzen kennen das Phänomen: Eine Tafel Vollmilchschokolade ist ruckzuck verspeist, von der Bitterschokolode genügen dagegen ein, zwei Stückchen, damit der Süßhunger gestillt ist. Denn das bittere Aroma kann die Lust auf zuckrige Snacks wirksam zügeln und so beim Abnehmen helfen.

Bei Magendrücken: Wer einen empfindlichen Magen hat, kann zum Beispiel mit einem Tee aus Löwenzahn und Mariendistel gegensteuern, der eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken wird. Bei Magenkrämpfen bietet es sich an, beruhigende Kräuter wie Kamille oder Pfefferminze mit in den Tee zu geben.

Für die Darmgesundheit: Millionen von Darmbakterien unterstützen uns bei der Verdauung und übernehmen noch zahlreiche weitere Aufgaben, etwa die Bildung bestimmter Vitamine. Bitterstoffe sorgen für ein Milieu, in dem sich die „guten“ Bakterien wohlfühlen und vermehren können.

Tipp für jeden Tag: „Eine Tasse Bittertee pro Tag tut jedem von uns gut“, sagt Fachmann Jentschura. „Man kann ihn gleich morgens statt Kaffee trinken, denn er weckt auch die Lebensgeister!“ Für eine milde Mischung können Artischockenkraut und Löwenzahnblätter (Apotheke) zu gleichen Teilen mit Zitronengrass gemischt werden. Einen Teelöffel der Mischung mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, einige Minuten ziehen lassen und möglichst ungesüßt genießen.

 

Die Welt der Phytamine
(djd). Bitterstoffe gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, auch Phytamine genannt. Im menschlichen Organismus fördern sie die Verdauung und regen die Ausscheidung an. Man schätzt, dass es bis zu 100.000 verschiedene Phytamine gibt, die ganz unterschiedliche Mechanismen in Gang setzen – etwa beruhigend, wassertreibend, krampflösend oder wärmend wirken. Zu den Phytaminen zählen unter anderem auch Farb-, Gerb- und Aromastoffe. Ein Buchtipp zum Weiterlesen ist „Die Pflanze, unsere Lehrmeisterin“ von Prof. h.c. Peter Jentschura (ISBN: 978-3-933874-22-1).

 

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